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MOBILE KLINIK FÜR DIE ALLERÄRMSTEN

MOBILE KLINIK FÜR DIE ALLERÄRMSTEN

 

Lesen Sie die aktuellen Entwiklungen der Mobile Klinik im Newsletter Juni 2021.

 

 

Ausgangslage


Im ostafrikanischen Land Tansania, das aus 26 Regionen besteht, sind Probleme wie Armut, hohe Sterblichkeitsrate wegen ungenügender medizinischer Versorgung immer noch ungelöst. Trotz Anstrengungen des tansanischen Staates, diese Missstände zu beheben, leben 10% der Bevölkerung immer noch unter der Armutsgrenze. Die meisten armutsbetroffenen Menschen leben auf dem Land und nicht in grossen Städten wie Dar es Salaam, Arusha oder Mwanza. Die Singida-Region gehört zum Armenhaus Tansanias. Einer ihrer Distrikte, der selbst wieder aus 29 Dörfern besteht, ist der Ikungi-Distrikt. Hier leben um die 300‘000 Menschen, 85% sind Bauern. Der junge Distrikt hat mit grossen Herausforderungen medizinischer, wirtschaftlicher und sozialer Art zu kämpfen. Unterdurchschnittliche Löhne, besorgniserregende Mütter- und Säuglingssterblichkeit, eine vergleichsweise hohe HIV-Rate, unterernährte Kinder sowie die Benachteiligung von Frauen und Müttern im öffentlichen und privaten Leben machen diesen Distrikt zu einer der entwicklungsbedürftigsten Regionen von ganz Tansania. Genau hier will NURU künftig tätig sein!

 

Was beabsichtigen wir?

Um die Menschen im Ikungi-Distrikt zu unterstützen, müssen wir dorthin gehen, wo sie leben. Ein Spital an einem fixen Standort hätte den Nachteil, dass nur Menschen in der unmittelbaren Umgebung davon profitieren könnten. Wer weit weg wohnt, hat oftmals nicht die finanziellen und fahrtauglichen Mittel, um das Spital innert nützlicher Frist zu erreichen. Wenn die Menschen nicht zum Spital gehen können, dann muss halt das Spital zu den Menschen gehen. Genau diese Überlegung steht hinter unserer Vision „Klinik auf Rädern“. Wie das? Ein Container wird zu einem simplen Spital umfunktioniert: Ein Konsultationsraum, ein kleines Labor, ein Schrank mit den wichtigsten Medikamenten – und schon verfügen wir über ein medizinisches Angebot, das Menschen helfen, ja retten kann.

 

Was kann die mobile Klinik alles?


 

Da unsere Klinik mobil ist und von Ort zu Ort fährt, kann sie im Moment keine Geburten begleiten. Das ist auch nicht das vorrangige Ziel. Denn wenn eine Mutter während der Schwangerschaft gut betreut ist, wenn mögliche Komplikationen frühzeitig erkannt werden können, dann können auch frühzeitig Massnahmen getroffen werden, die eine möglichst sichere Geburt versprechen. Um eine möglichst gute medizinische Versorgung sicherzustellen, arbeiten wir eng mit lokalen Spitälern zusammen. Eine stiftungseigene Ambulanz holt die Mutter oder die Patientin/den Patienten zu Hause ab und bringt sie oder ihn in ein nahegelegenes Spital.

Und so funktioniert das Ganze: Wir kümmern uns in unserer mobilen Klinik um medizinische Aufklärung, Prävention und die Behandlung leichter Fälle und sorgen dafür, dass Menschen in Notfällen möglichst schnell in ein Spital gebracht werden. Im Moment stecken wir noch in der Planungsphase, sobald alle offenen Fragen geklärt sind, werden wir ein Pilotprojekt starten und Schritt für Schritt weiterplanen. Wir werden Sie selbstverständlich über unsere Homepage, über Facebook und an Stiftungsanlässen auf dem Laufenden halten.

Gemäss dem Grundsatz unserer Stiftung werden wir unseren Fokus weiterhin auf Schwangerschaft und Geburt richten. Weil aber zahlreiche Kinder im Ikungi-Distrikt unterernährt sind, werden wir auch in diesem Bereich tätig werden.

 

Wer fährt in der mobilen Klinik mit?


 

Wer bezahlt und unterhält die mobile Klinik?

Ein solches Projekt kostet Geld! Die Menschen, die wir mit diesem Projekt im Auge haben, gehören zu den allerärmsten, so dass sie sich eine kostenpflichtige gesundheitliche Versorgung oft gar nicht leisten können.

Damit das Projekt nicht dauerhaft und ausschliesslich am Tropf der Stiftung NURU Schweiz hängt, prüfen wir Geldbeschaffungsmöglichkeiten in Tansania selbst. Ganz im Sinne von Hilfe zur Selbsthilfe könnten wir so Arbeitsplätze für Einheimische schaffen und gleichzeitig einen ökonomischen Kreislauf in Gang bringen, der unserer mobilen Klinik zugute kommen würde. Folgende Ideen stehen momentan zur Diskussion: Betreibung eines Nahrungsmittelladens und/oder einer Apotheke in Dar es Salaam, Kauf und Inbetriebnahme eines kostenpflichtigen Reisebusses, Anpflanzung von Sonnenblumen im grossen Stil zur Herstellung von Sonnenblumenöl usw. Ob und welche Idee die besten Realisierungschancen hat, wird sich weisen. Auch darüber werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

 

Wann rollt die mobile Klinik auf Rädern an?

Im Moment ist unsere ganze Kraft auf dieses Projekt ausgerichtet: Wir wägen Chancen und Risiken ab, stehen mit den lokalen Behörden und Spitälern im Ikungi-Distrikt in Kontakt, erarbeiten einen Zeit- sowie Kostenplan usw.

 

Es ist unser Ziel, dass wir die Planung bis Ende 2020 abschliessen können und im Frühjahr 2021 mit der Umsetzung des Projekts beginnen können.

 

Wir brauchen DICH!

Dieses Projekt kostet Geld – wir brauchen DICH, um es zu stemmen! Zutiefst davon überzeugt, dass wir mit dieser mobilen Klinik nützliche Arbeit leisten können für Menschen, die so leicht vergessen gehen, glauben wir auch diesmal an die Grosszügigkeit und Hilfsbereitschaft unserer GönnerInnen und SpenderInnen.

Asante sana!

 

 

 

 

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